Beginn des Hattinger Mediensommer 2010
Schon wieder ist ein Jahr um. Der Hattinger Mediensommer wird heute abend um 19:00 beginnen. 100 TeilnehmerInnen, 6 politische Medienseminare, 12 Referenten, 5 Tage. Trotz der bevorstehenden Demo "Freiheit statt Angst", die der FoeBud maßgeblich mitorganisiert, werden die 2 bekannten Akteur_innen des bielefelder Datenschutzvereins, Rena Tangens und Padeluun ein Seminar zu Datenschutz in der digitalisierten Gesellschaft durchführen. Inhaltlich ist der Mediensommer dieses Jahr von der Kulturhauptstadt umrahmt. Wir werden z.B. am Dienstag nachmittag 5 verschiedene Exkursionen zu Orten der Kulturhauptstadt anbieten:
Von wegen Stillleben auf der A40

Das Stillleben auf der A40 war mit 3 Mio. Besuchern das größte Spektakel im Ruhrgebiet und einer der Höhepunkte des Kulturhauptstadtjahres. Für einen Tag wurde die Hauptschlagader des Ruhrpotts, die A40 für Autos gesperrt und für Fahrräder, Inline-Skates und Fußgänger geöffnet. Die Organisatoren haben das Volksfest Stillleben genannt, dennoch haben die Aktionen den täglichen Autolärm bei weitem übertroffen. Auf 60 km wurden 20.000 Tische aufgestellt. Jeder der mochte konnte einen der Tische mieten und dort ein Stück seiner Alltagskultur präsentieren. Von Geburtstagsfeiern und der Vorstellung von Initiativen und Vereinen bis hin zu Kunst-, Musik und Sportaktionen war alles dabei. Auch das Forum Politische Bildung hatte sich einen Tisch gesichert und zwar
„Ludwig teilt nur einige seiner Profilinformationen mit allen“

Das Spannungsfeld zwischen dem Bedürfnis nach Privatsphäre und gesellschaftlicher Teilhabe bei der Nutzung sozialer Netzwerke.
Dieser Satz erscheint beim Online-Dienst Facebook, wenn man auf dem Profil von Ludwig landet. Was steckt bei näherer Betrachtung hinter dieser Aussage? Wie viele Informationen gibt Ludwig wirklich Preis und an wen? Nur an seine Freunde? Wo landen seine Daten? Wer könnte Nutzen davon tragen?
Verfassungsbeschwerde gegen ELENA

ELENA (ELektronischer Entgeld NAchweis) sammelt Daten von 40 Mio Arbeitnehmern im Falle der Inanspruchnahme von Sozialleistungen des Staates. Die gesammelten Daten sollen helfen möglichst unbürokratisch die Beantragung von Bundeselterngeld, Arbeits- bescheinigung nach Ende des Arbeitsverhältnisses, Nebeneinkommensbescheinigung, Bescheinigung über geringfügige Beschäftigung, Wohngeldbescheinigung und Fehlbelegungsabgabe zu erleichtern. Die Vorwürfe gegen ELENA sind immens:
Steuerentlastungen, ja bitte? – Gezahlt wird später!

Die Gehaltsabrechnungen für den Monat Januar 2010 werden viele Berufstätige freuen: Wie von Schwarz-Gelb versprochen gibt es tatsächlich „mehr Netto vom Brutto". Da ist es dann egal, dass diese Wohltat überwiegend auf die volle Absetzbarkeit der Beiträge ...
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