Seminar

Freihandel über alles - Unterwandert der globale Poker um Profite die Demokratie?

Selten stand die internationale Handelspolitik so im Rampenlicht, wie in den vergangenen Jahren. Von der Buchhändler_in bis zum Bürgermeister_in, vom Umweltverband bis zum Industriegigant – TTIP war in aller Munde. Doch auch wenn die TTIP-Verhandlungen zunächst ausgesetzt wurden – schon jetzt sind weitere Freihandelsabkommen still und leise in Verhandlung: von EPAs, über TPP bis hin zum Dienstleistungsabkommen TISA. Hinter diesen abstrakten Abkürzungen verbergen sich Abkommen mit weitreichenden Auswirkungen auf unsere Gesellschaften! Die Kritik aus Arbeitnehmenden-, Umwelt- und Verbraucherschutzsicht ist vielfältig: Intransparente Entscheidungsprozesse, supranationale nicht demokratisch legitimierte Schiedsgerichtshöfe für multinationale Unternehmen, die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und Unterwanderung von Arbeitnehmendenrechten und Mitbestimmung – Werden unsere demokratischen Rechte durch Freihandelsabkommen ausgehebelt?
Gemeinsam erarbeiten wir uns in diesem Seminar Inhalte und Folgen von internationalen Freihandelsabkommen und betrachten dabei insbesondere die Auswirkungen auf demokratische Rechte sowohl in den Ländern des globalen Südens als auch bei uns. Aus verschiedenen Blickwinkeln hinterfragen wir die aktuellen Entwicklungen und setzen uns kritisch mit den historischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auseinander. Wie hat sich die Globalisierung in eine neoliberale Richtung entwickelt und wer profitiert davon? Wo brauchen wir mehr und wo weniger Globalisierung und wie könnten alternative Regeln für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung aussehen? Und was können wir als Gewerkschafter_innen und Bürger_innen dafür tun?