Seminar

"Alle Räder stehen still..." - Streik als unverzichtbare Waffe (des Arbeitskampfes) oder Ärgernis auf Kosten der Bevölkerung?

(mit Exkursion zur Henrichshütte in Hattingen)

Streiks werden international als ein Grundrecht der Arbeiterschaft und ihrer Organisationen anerkannt. Mit der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch bei uns die kollektive Arbeitsniederlegung das Kampfmittel gegen Repression und Unterdrückung und führte zur Gründung von Gewerkschaften. Wir wollen im uns Seminar die Bedeutung von Streiks (bis hin zum politischen Generalstreik) in der Geschichte der Arbeiterbewegung erschließen. Dabei werden wir große Arbeitskämpfe auch aus der jüngsten Geschichte des Ruhrgebiets (Duisburg Rheinhausen, Henrichshütte Hattingen oder Opel Bochum) aufgreifen und in seiner gesellschaftlichen Wirkung einordnen. Und wie steht es heute um das konkrete Streikrecht in der Dienstleistungsgesellschaft – wo “Arbeit 4.0” in der digitalen Welt vor der Tür steht, bei uns, wie in Europa? Tarifeinheitsgesetz, kleine Partikulargewerkschaften. Sozialpartnerschaft, Mitbestimmung ? alles Begrifflichkeiten die in dem Zusammenhang eingeordnet werden können. Und wie sieht es mit der Solidarität in der Bevölkerung bei Streiks (z.B.: Kita-Lokführerstreiks) aus, die jetzt den Alltag jedes Einzelnen betreffen? Fragen und Diskurse, die wir mit unseren Erfahrungen aus gewerkschaftlicher Perspektive stellen und führen können.