Seminar

Zwischen Anpassung und Widerständigkeit: Rollenverhalten, politischer Opportunismus und Zivilcourage in Demokratie und Diktatur

Wenn Personen in vergleichbaren Situationen ähnliche Verhaltensweisen an den Tag legen, spricht man von typischem “Rollenverhalten”. Im Betrieb z.B. bleibt die Rolle des Ja-Sagers selten unbesetzt. Unterschiedliche soziale Rollen gibt es auch im politischen Leben. Allerdings finden sich Mitläufer- oder Intrigantentum nicht nur in Diktaturen. Und umgekehrt sind Mut zum Widerspruch oder Mitmenschlichkeit unter demokratischen Verhältnissen nicht selbstverständlich. Aber wie kommen “Rollen” überhaupt zustande? Werden sie von außen – durch gesellschaftliche Normen, Werte und Machtverhältnisse – auferlegt oder sind sie Ergebnis selbst bestimmten Handelns? (Wie) lässt sich eingespieltes Rollenverhalten kommunikativ aufbrechen? Und welchen Stellenwert dabei – und für die Demokratie – hat Zivilcourage?