Energiewende

Als „Erlass zur Energieunabhängigkeit“ kommt daher, was die globale Energiewende bremsen und den Klimaschutz schwächen wird: Der US-amerikanische Präsident Trump setzt per Dekret Regeln außer Kraft, die den weltgrößten CO2-Verschmutzer auf einen klimaverträglichen Reduktionspfad bringen sollten.

 

Vor allem betrifft das den Clean Power Plan (Plan für saubere Energie). Kohlekraftwerke sollten damit gezwungen werden, ihre CO2-Emissionen deutlich zu senken. In Trumps Worten bedeutete der Obama-Plan nichts Anderes als „Diebstahl am amerikanischen Wohlstand“. Diesen „Diebstahl“ beendet er nun und feiert seinen Vorstoß entsprechend als Glücksfall „für Wirtschaft, Umwelt und Wachstum“.

 

Die Vorgehensweise der US-amerikanischen Regierung widerspricht der nahezu einmütigen Auffassung in der Klimawissenschaft – und sie ist wirtschaftlich in mehrfacher Hinsicht unsinnig: Weder ist der behauptete Zusammenhang zwischen Umweltpolitik und Jobverlusten in der Kohleindustrie stimmig noch hat man die Märkte der Zukunft im Auge, wenn die Entwicklung sauberer Umwelttechniken ausgebremst wird.

Wer sich mit solchen Fragen auseinandersetzen will, kann das zum Beispiel in einem unserer Seminare tun, das sich mit den klimapolitischen Herausforderungen für die Energieregion Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen befasst.

(MK, 29.03.17)