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Bundesregierung will Personalausweisdaten verkaufen!

(GHU) Nach einer Pressemitteilung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) vom 11. April 2006 denkt die Bundesregierung darüber nach, die Einführung des neuen elektronischen Personalausweises (2008) durch den Verkauf der Personalausweisdaten an Unternehmen zu finanzieren.

(GHU) Nach einer Pressemitteilung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) vom 11. April 2006 denkt die Bundesregierung darüber nach, die Einführung des neuen elektronischen Personalausweises (2008) durch den Verkauf der Personalausweisdaten an Unternehmen zu finanzieren. Der ePersonalausweis wird neben Unterschrift, Fingerabdrücken und Gesichtsbild auch andere biometrische Daten enthalten. Biometrische Daten wie Fingerabdruck, Iris und Gendaten lassen Aussagen erwarten über die aktuelle Gesundheit, über Anlagen zu Süchten und Erbkrankheiten bis hin zu Aussagen über die relative Lebenserwartung und über die sexuelleOrientierung von Männern. Wer die Daten des ePersonalausweises auswertet, ist in der Lage, Bürger/innen informationell und auch gesundheitlich zu durchleuchten. Die Kombination des Namens und der Anschrift mit biometrischen Merkmalen führt zu Auswertungs- und Überwachungsmöglichkeiten, die nicht mehr transparent sind. Hartmut Pohl, Sprecher des GI-Arbeitskreises Datenschutz und IT-Sicherheit: „Es kann nicht Aufgabe der Regierung eines demokratisch verfassten Staates sein, Interessierten einen vollständigen und nicht mehr beherrschbaren Zugriff auf personenbezogene Daten seiner Bürger/innen zu ermöglichen oder auch nur zu erleichtern.“

Es wird Zeit, sich wieder um Datenschutzfragen zu kümmern. Hier eine Gelegenheit --->  

Ergänzend ein Artikel in der Technology Review mit Peter Schaar (Bundesdatenschutzbeauftragter)

Audio - Interview mit Peter Schaar beim Deutschlandfunk (Link in der rechten Spalte)