Seminar

(Digitale) Bilder: Wie man sie macht und verändert und wie sie unsere Wahrnehmung täuschen

(Veranstaltung im Rahmen des Hattinger Mediensommers)

Die Bilder in den alltäglichen Fernsehnachrichten oder anderen Medien sind heute fast alle digital bearbeitet. Bei jeder Transaktion an der Bank, bei jeder Passkontrolle am Flughafen ist digitale Bildbearbeitung aktiv. Vieles hieran ist politisch bestimmt und gewollt. Wir scheinen uns so sehr an diese Alltäglichkeiten gewöhnt zu haben, dass wir kaum etwas davon hinterfragen. Insbesondere hinterfragen wir selten, was es eigentlich heißt, dass riesige Bestände von Bildern digital gespeichert werden. Der Kern des Seminars wird also die Frage sein, ob sich im digitalen Alltag Technik und Politik überhaupt noch trennen lassen, ob nicht vielmehr die Technik die Politik vor sich hertreibt und letztere, gemessen an der rasenden Technik-Entwicklung, von selbst gar nicht mehr agieren kann. Wir wählen für diese allgemeine Problemstellung ein spezielles Thema aus dem aktuellen gesellschaftlichen Geschehen (Es wird rechtzeitig mitgeteilt werden). Wir wollen uns dem Thema kritisch analysierend wie auch konstruktiv gestaltend nähern. Gestaltung ist immer auch ein politischer Akt. Denn sie verlangt Entscheidung. Wir werden Farbe bekennen. Und die Skepsis stärken.