Seminar

Arbeitslosigkeit - Niedriglöhne - Hartz IV: Wie viel Armut gibt es in Deutschland und was soll der Staat dagegen tun?

Mit den Arbeitsmarktreformen der “Agenda 2010” wurde erstmals das Leitbild eines abgespeckten Sozialstaats in die Praxis umgesetzt, das für die Bürger/innen weniger “Besitzstandswahrung” und mehr “Eigenverantwortung” bedeutet. Von “Fördern und Fordern” ist die Rede – aber funktioniert das eigentlich und wäre es nicht gerechter, die staatliche Grundsicherung stattdessen bedingungslos zu zahlen? Hat Hartz IV zu mehr Armut und zur Ausweitung des Niedriglohnsektors geführt? Helfen (gesetzliche) Mindestlöhne bei der Armutsbekämpfung? Was ist eigentlich “Armut” bzw. lässt sie sich nur am (fehlenden) Geld festmachen? Und was müsste geschehen, um gesellschaftlich weit verbreiteten Abstiegsängsten zu begegnen und den – zunehmend ethnisch geprägten – sozialen Unterschichten neue Chancen eröffnen?