Spock weiss alles

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Die wohl zur Zeit umstrittenste Suchmaschine ist nicht mehr Google, sondern Spock.com. Eine Personen-Suchmaschine, die nach entsprechender Anmeldung dazu auffordert, Zugänge diverser sozialer Netzwerke preiszugeben, wie z.B. LinkedIn oder auch dem persönlichen E-Mailverzeichnis bei Google, Yahoo, Hotmail u.a.

Spock durchsucht dann das Adressbuch, stellt Verbindungen in Form von Ähnlichkeiten zu anderen Internetnutzern her. Nach eigenen Auskünften sind bereits über 100 Mio Menschen von Spock indexiert. Sie brüsten sich damit die tiefestgehende Personensuche im Netz anzubieten. Glücklicherweise scheint Deutschland im Moment noch ein weißer Fleck zu sein wie eine Suche eben ergab. Man bekommt vor allem dann viele informationen angezeigt, wenn sich zu dem Name bei Wikipedia ein Eintrag findet oder wenn man Soziale Netzwerke wie MySpace u.a. nutzt. Häufig wird man also ohne Einwilligung von Spock indexiert und die im Netz vorliegenden Daten zusammengetragen.

Der Spiegel hat eine Untersuchung veröffentlicht nach der 20 % der Deutschen private Daten im Internet veröffentlichen, sei es als Community-Profil, Webseite oder Blog. Welchen Effekt eine solche Suchmaschine haben wird, ist offensichtlich: Das Privatleben wird ungewollt öffentlich und es gibt bisher kein Gespür für diese neu entstandene Öffentlichkeit. Entscheident ist allerdings, dass das Internet sich alles merkt, wer also die Macht über die eigenen Daten behalten will, darf diese nur sehr kontrolliert "veröffentlichen".