Google ist vielleicht böse, und wer noch?

Google-Screenshot unter der Lupe

(GBR) Das ARD Magazin Monitor hat am Montag in seiner Sendung einen Beitrag mit dem Thema "Googles Goldmine - Der US-Konzern und unsere Nutzerdaten" ausgestrahlt. Das dort gezeichnete Szenario läßt den Internetnutzer nervös werden, unsere Vorlieben, unsere Geheimnisse, unsere Probleme, all das weiß Google. Allein aus der Aggregation der Suchanfragen läßt sich deuten und interpretieren, was uns bewegt. Sicher, das will keiner, aber jeder hinterläßt Spuren im Netz, mehr oder weniger jedenfalls. Aber greift der Beitrag nicht etwas zu kurz? (Bildquelle: http://blog.hna.de)

Thomas Knüwer Blogger im Auftrag des Handelsblatt (Indiskretion Ehrensache ), hat dazu einen interessanten Artikel geschrieben. Darin steht unter anderem "Denn allen Ernstes empfiehlt die Redaktion nicht Anonymisierungs-Server oder ähnliche Dienste, um dem Google-Datensammeln zu entgehen - sondern Microsoft und Yahoo." Diese beiden Konzerne, übrigens direkten Konkurrenten von Google sind nicht minder gierig nach persönlichen Daten, die sie aus dem Internet fischen können. Entscheidend wäre Hilfestellungen zu geben, wie man sich vor Google verschließen kann und es trotzdem weiter nutzen kann. Hier sind die Firefox-Nutzer (Download-Link) klar im Vorteil mit zu installierenden Erweiterungen wie Customize Google kann die Weitergabe der Suchanfragen an Google unterdrückt werden.

Ein weiterer Vorwurf richtet sich an das Webseiten-Analyse-Werkzeug von Google mit der die Surfgwohnheiten der Nutzer ausspioniert werden können. Der Auswertung liegen sogenannte Logfiles zugrunde, die jeder Webseitenbesucher auf dem Server hinterläßt. Diese können auch IP-bezogen (eindeutige Nummern, die einem Nutzer für eine bestimmte Zeit zugewiesen wird) ausgewertet werden, dennoch kann man auf der Basis einer IP kein personenbezogenes Profil erstellen. Auch auf dieser Webseite werden solche Daten an Google weitergegeben und die Nutzung der Webseite auf ihre inhalte abzustimmen und umgekehrt. Warum sollte die Spalte mit Nachrichten und Kommentaren weitergeführt werden, wenn es niemand liest?

Dennoch soll die auch von der taz ungewöhnlich unkritische Kommentierung  zur Google-Suchmaschine nicht  zur Regel werden. Wichtig ist, es geht nicht nur um Google, sondern um nahezu alle im Internet angebotenen Dienste, auch den kostenpflichtigen wie Ebay oder Amazon. Sie alle sammeln wie die Weltmeister, und der Staat sammelt seid dem 01.01.2008 mit (siehe Vorratsdatenspeicherung ).