Mal ein Interessantes Buch: -
November 24, 2009 by
Markus
Payback: Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen
vonFrank Schirrmacher
Kurzbeschreibung:
Warum sind wir im Informationszeitalter gezwungen zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie gewinnen wir die Kontrolle über unser Denken zurück?
Was wollte ich gerade tun? Wieso haben die Dinge kein Ende mehr? Was geschieht mit meinem Gehirn? Fast jeder kennt die neue Vergesslichkeit und die fast pathologische Zunahme von Konzentrationsstörungen. Dahinter steckt sehr viel mehr als nur Überforderung. Wir wissen mehr als je zuvor und fürchten doch ständig, das Wichtigste zu verpassen. Der Mensch ist nicht nur ein Fleisch- und Pflanzenfresser, er ist auch ein Informationsfresser. Informationen sind Vorteile und in der Informations-Nahrungskette siegt der, der am schnellsten und effektivsten Nachrichten sendet und empfängt. Aber diese neue Form des Darwinismus führt dazu, dass wir nicht mehr unterscheiden können, was wichtig ist und was nicht. Wir rufen unsere ganze Lebensbahn immer stärker wie Informationen ab und zerstören so unsere Fähigkeit, mit Unerwartetem umzugehen. Die Frage lautet, ob wir bereits begonnen haben, uns selbst wie Computer zu behandeln, und ob wir damit Gefahr laufen, den Menschen in mathematische Formeln zu verwandeln …
Nicht die Technologien sind Schuld, sondern die Tatsache, dass immer häufiger nur noch das im Menschen gefordert und gefördert wird, was mit den Rechnern kompatibel ist. Eine Welt ohne Informationstechnologie ist nicht vorstellbar. Aber die pure Koexistenz von Mensch und Computer führt zum Sieg der künstlichen Intelligenz. Schon bald werden Computer zu Dingen fähig sein, die heute noch unvorstellbar scheinen. Sie werden unsere Wünsche besser kennen als wir selbst und in der Lage sein, sogar unsere Assoziationen in Software zu übersetzen. Wichtig aber ist, dass wir währenddessen unsere Fähigkeiten nicht verlieren. Wir können zurückfordern, was uns genommen wird, wenn wir die Stärken des Menschen neu bestimmen.
Ausgehend von Gesprächen mit den führenden Köpfen des Internet-Zeitalters und wichtigen Vertretern der modernen Psychologie zeigt Frank Schirrmacher, wie sich schon in den nächsten Jahren das Selbstbild des Menschen wandeln könnte und welche faszinierenden Antworten auf diese Krise möglich sind.
• Wir werden bombardiert mit dem, was andere Menschen jede Sekunde tun
• Wir werden voraussagen können, was jeder Mensch in der nächsten Minute tun will
• Wir wissen alles. Und nichts über uns selbst
Frankfurt/Main – Twitter ist momentan noch ein Nachrichtenchaos, dass dringender Ordnung bedarf. Die Betreiber haben neue Listen eingerichtet um ein bißchen Licht ins Dunkel zu bringen.
Ordnung ins Twitter-Chaos: Jeder kann seine Kontakte jetzt in Listen sortieren und den endlosen Strom von Mitteilungen filtern, um die interessanten Informationen aus dem Netzrauschen zu fischen. Bislang musste man dafür zu Anwendungen wie TweetDeck greifen. Twitter-Listen bringen Ordnung in die Reihen der Kontakte, deren Mitteilungen man mit einem Mausklick auf “Follow” abonniert hat. So lassen sich etwa Listen für Berufliches, fürs Hobby oder für Freunde einrichten. Auch Kontakte, deren “Follower” man nicht ist, können in eine Liste aufgenommen werden.
Ruft man eine Liste auf, sieht man auf einen Blick alle Tweets der dort geführten Kontakte. Jeder Twitterer kann Listen erstellen – entweder ganz privat für den eigenen Überblick oder auch öffentlich. Dann ist es auch möglich, einer Liste zu folgen. So kann man deren Beiträge aufrufen, ohne gleich bei jedem Mitglied einer Liste zum “Follower” zu werden. Das Profil der Twitterer zeigt an, auf wievielen Listen diese Person erscheint. Der bislang auf die Zahl der “Follower” konzentrierte Jahrmarkt der Twitter-Eitelkeiten bekommt damit eine weitere Währung. Zugleich wird die Vernetzung der Twitterer noch dichter, wenn man sehen kann, auf welchen Listen ein Twitterer überall geführt wird. Für Anwendungen rund um Twitter bieten sich ebenfalls neue Möglichkeiten – wahrscheinlich wird es schon bald Programme für das Verwalten der vielen Listen geben.
Tipps und Tricks für die neuen Listen gibt es genügend, der Blog www.basicthinking.de oder das Magazin www.t3n.de geben Auskunft wie die neuen Twitterlisten funktionieren. Auch www.twitter.com selber gibt die Infos, die man zum erfolgreichen Twittern braucht.
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- Kleine Teilchen, ganz groß und gefährlich? -
Autolacke werden widerstandsfähiger und Grauschleier auf Schokoriegeln verhindert: Die Nanotechnologie macht all das möglich. Sie gilt als die Schlüsseltechnologie der Zukunft. Doch jetzt warnt das Umweltbundesamt: Künstliche Nanoteilchen bergen eine Gefahr für Mensch und Umwelt.
Von Nora Binder für tagesschau.de
In einem jetzt veröffentlichten Hintergrundpapier warnt das Umweltbundesamt (UBA) vor den Gefahren, die aus dem industriellen Einsatz von Nanotechnologie entstehen können. So können die synthetisch hergestellten Kleinstpartikel, die beispielsweise in Kosmetika, Kleidungsstücken und Pharmazeutika verwendet werden, den menschlichen Körper stark belasten und die Umwelt schädigen. Aus diesem Grund empfiehlt das Umweltbundesamt, Produkte mit den kleinen Partikeln so lange zu vermeiden, bis ihre Wirkungen auf den Menschen und seine Umwelt besser erforscht und keine gesundheitlichen Schäden zu befürchten sind.
So schädlich wie Asbest?
In den vergangenen Jahren ergaben erste Studien, wie gefährlich die künstlichen Teilchen für den menschlichen Organismus sein können. So gelangen die Millionstel Millimeter kleinen Partikel vornehmlich über die Atemwege, die Haut und den Mund in den Körper, wo sie aufgrund ihrer Winzigkeit bis tief in die Lunge eindringen können. Dort, so ergaben die Studien, könnten sie Entzündungen und schwere Lungenkrankheiten verursachen. Forscher wiesen außerdem nach, dass die künstlichen Nanopartikel sogar in Körperzellen gewandert sind, in denen sie die DNS schädigten. Auch die Hirnentwicklung bei Föten könnte durch sie negativ beeinflusst werden. In Tierversuchen zeigte sich, dass bestimmte Nanopartikel eine ähnlich schädigende Wirkung wie Asbestfasern haben können.
Schlüsseltechnologie muss besser erforscht werden
Die Nanotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie der Zukunft und wird in vielen Industriezweigen eingesetzt. Allein in Deutschland arbeiten etwa 800 Unternehmen damit. So werden die synthetischen Nanopartikel etwa in Autolacken und Handy-Displays verwendet, um diese widerstandsfähiger und weniger schmutzanfällig zu machen. Hier geht von den Partikeln keine größere Gefahr für die Gesundheit aus, da die Teilchen fest eingeschlossen sind.
Anders sieht es bei Textilien, Kosmetika und Nahrungsmitteln aus: Nicht eingeschlossene Nanopartikel, wie sie zum Beispiel in Sonnencremes zum UV-Schutz vorkommen, können sofort über Haut und Atemwege in den Körper eindringen. Genauso ist es bei Textilien, in denen die Teilchen das Wachstum von Bakterien und damit Geruchsbildung verhindern sollen. Auch in der Nahrungsmittelindustrie wird derzeit damit experimentiert, um etwa bei Schokoriegeln zukünftig die Bildung eines Grauschleiers zu unterdrücken.
Forderung nach Kennzeichnungspflicht
Die Unternehmen müssen bislang nicht ausweisen, welche Produkte künstliche Nanopartikel enthalten. Das erschwert es den Verbrauchern, Produkte zu erkennen, die ohne Nanoteilchen hergestellt wurden. Daher fordert das UBA eine Kennzeichnungspflicht sowie ein öffentlich einsehbares Melderegister, in dem sich Verbraucher informieren können.
Der Biologe Dr. Wolfgang Dubbert, einer von vier Biologen und Umweltwissenschaftlern, die das Papier in Kooperation mit Industrie und Forschung erstellt haben, betonte gegenüber tagesschau.de: Mit dem Hintergrundpapier solle “mehr Transparenz und Aufklärung” über die Technologie geschaffen werden. Darin würden Empfehlungen an Industrie und Forschung formuliert, wie diese künftig die innovative Technologie umweltverträglicher einsetzen könnten. Ihre Chancen und Risiken müssten noch besser erforscht werden, um ihren Einsatz künftig sicherer zu machen.
Denn richtig eingesetzt könne die Nanotechnologie auch einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten, sagte Dubbert gegenüber tagesschau.de. Zudem ließen sich dadurch auch Energie und Rohstoffe einsparen. Für eine fundierte Bewertung der noch recht jungen Technologie setze sich das Umweltbundesamt auch aktiv in Gesprächen mit der OECD und der Bundesregierung ein.
Anschließend an unsere Diskussionen im Seminar hier ein Hinweis:
Eine Tagung in Hamburg hat gerade die Frage gestellt, ob Überwachungstechnik den Alltag sicherer macht. Eines der Ergebnisse: Möglicherweise kann Videoüberwachung einen Einfluss auf die Kriminalrate haben, doch können die bisherigen Untersuchungen die Effektivität von Videoüberwachungen nicht belegen. Hier steht mehr dazu (siehe auch unter Links):
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ueberwachung-im-Visier-von-Wissenschaftlern-821310.html
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wendet Euch gerne an uns – die E-Mail-Adressen habt Ihr ja -, wenn Ihr Fragen zur Nutzung dieser Plattform habt.
Wir freuen uns auf Eure Beiträge!
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In Hattingen startet am 11.10.2009 das Seminar “Online-Kriminalität” mit Jöran und Polizeioberkommissar Plock. Es gibt wieder einen Blog, den man auch von außen verfolgen kann, aber es wird sicher nicht so viel getwittert (#kri09) werden.
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GNÜ2? -
Oktober 10, 2009 by
Jöran
Wir suchen Ideen für ein mögliches GNÜ2! Bitte fügt Eure Ideen über die Kommentarfunktion an …
Das Team – und andere “draußen in der Welt” – haben die Woche über zum Seminar getwittert. Sachliches und Unsinn waren dort vermischt. Es wurden vereinzelt Teilnehmer zitiert, aber es wurde nichts über konkrete Personen veröffentlicht.
Am letzten Tag erst erfahren die Teilnehmer davon. Sie sind z.T. interessiert, z.T. irritiert, z.T. auch verärgert, weil ohne ihr Wissen etwas “über sie” / über “ihr Seminar” veröffentlicht wurde. Wir diskutieren, wo denn die Grenze zu setzen sei. Was darf veröffentlicht werden, was nicht? Gibt es umgekehrt sogar eine Verantwortung, dass öffentlich finanzierte Inhalte – ob es jetzt ein Seminar, eine politische Aktivität, ein Forschungsergebnis oder anderes ist – prinzipiell auch transparent und zugänglich gemacht werden müssen, wenn dies möglich ist?
Die Irritation der Teilnehmer war beabsichtigt, um ins Denken zu bringen: Die bisherigen Vorstellungen von Privatsphäre und informationeller Selbstbestimmung geraten ins Wanken, wenn prinzipiell jede Äußerung, jedes Verhalten von mir im “semi-öffentlichen” Raum mit einem Klick in die Weltöffentlichkeit gebracht werden kann. Es verschwindet ein Graubereich dieser Semi-Öffentlichkeit zwischen der Intimsphäre des persönlich kontrollierbaren Raums einerseits und der Weltöffentlichkeit andererseits. Dieser Bereich hat bisher einen großen Teil unseres Lebens ausgemacht, wo uns die Kontrolle über unsere informationelle Selbstbestimmung relativ kontrollierbar war.
Informationelle Selbstbestimmung muss gesellschaftlich neu ausgehandelt werden.
Hier Eure Abschlussfragen – wir würden uns freuen, wenn Ihr die weiterdiskutiert.
a. Im Jahr 2029 … / b. Im Jahr 2059: Was machst Du in Deinem Beruf?
Meinen Beruf wird es nicht mehr geben
a. Im Jahr 2029 … / b. Im Jahr 2059: Welches sind die wichtigsten Techniken und Materialien in Deinem Beruf?
Handarbeit wir Handarbeit bleiben
es wird 2059 keine Schmerzen mehr geben
a. Im Jahr 2029 … / b. Im Jahr 2059: Wen kennst Du? Wie hältst Du Kontakt zu anderen Menschen?
Persönlichen Kontakt wollen alle halten
Spannbreite mit Chip im Ohr <–> Blumen auf meinem Grab
nach einer Umarmung werde ich mich vielleicht sehnen
a. Im Jahr 2029 … / b. Im Jahr 2059: Wo bist Du schon überall gewesen? Wie kommst Du von A nach B?
Fast alle wollen auf dieser Welt bleiben, einige wollen zum Mond reisen
nur noch virtuell reisen (e-Fahrrad)
a. Im Jahr 2029 … / b. Im Jahr 2059: Wie sieht Dein Alltag aus? Was gibt es Deinem Leben neben dem Arbeiten?
Lasst uns leben und andere leben
a. Im Jahr 2029 … / b. Im Jahr 2059: Was hast Du wann gelernt? Wo / Von wem hast Du das gelernt?
Ist nicht einschätzbar
russischer Oligarch will spenden
Im Jahr 2009: Was wünschst Du Dir für das Leben Deiner (Enkel-)Kinder?
Übergreigfende Werte eine Rolle: Austausch, Menschlichkeit, Liebe, gute Umwelt – lebenswertes Leben
Gibt es noch positive Zukunftsvisionen? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?
Fast alle haben positve Sachen gesehen: Weiterentwicklung Medizin usw.
Wir können nur rumorakeln
Wie haben sich Deine Erwartungen an Zukunft nach dem Seminar geändert? Schaust Du nach dem Seminar positiver oder negativer in die Zukunft?
Durchweg positiv! Unter der Bedingung die neuen Technologien verantwortungsbewusst einzusetzen
Empfindet man eine Zukunftstechnologie bedrohlicher, desto mehr oder desto weniger man über sie weiß?
Ja / weder noch / nein
Wie gehen wir als Gesellschaft damit um, dass wir aufgrund der zunehmenden Komplexität weniger die Folgen von Handlungen überblicken können?
Delegation an Experten bei fehlender Kontrolle
Wie gehst Du persönlich damit um, dass Du aufgrund der zunehmenden Komplexität weniger die Folgen Deiner Handlungen überblicken kannst? Welche Beispiele fallen Dir ein?
Sich erstmal informieren und weiterbilden, man muss Bescheid wissen, vorsichtig damit umgehen
Ab wieviel Prozent Technik im und am Körper ist ein Mensch kein Mensch mehr?
Frage unzulässig
wenn ich keinen freien Willen mehr habe – Gefühls- und Gedankenwelt muss meine sein
Wenn Du die vielen Überlegungen die Zukunft betreffend anschaust: Nenne eine wichtige Aufgabe für die Gegenwart!
Auf menschliche Werte achten, Ziel muss sein das Leben lebenswerter zu machen
Nichts ausprobieren, um mögliche Gefahren zu vermeiden? Oder alles ausprobieren, was möglicherweise notwendige Hilfe bringen kann? Wo liegt das richtige Maß?
Ein gesundes Mittelmaß finden
erst informieren, dann entscheiden
Gäbe es ein Mittel, Menschen gesund 150 Jahre alt werden zu lassen, würdest Du es für Dich oder Deine Familienangehörigen kaufen?
Nein! Weiß nicht ja, aber nur, wenn ich geistig gesund bin
Wo fängt “Doping” an: Gesunde Ernährung? Vitaminzusätze? Kopfschmerztabletten? Dextro Energen? Hüftprothesen? Augenlasern? Genmanipulation …
„Es gibt kein Doping“, Begriff muss gesellschaftlich ausgehandelt werden
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Hier ist der Link zu Jörans Google-Seminar
Wer mehr über die erwähnten Google-Alternativen wissen will, findet in der Wikipedia viele Informationen dazu. Noch eine Ergänzung: http://www.ixquick.de/deu/?&cat=web&query=
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